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Neues Design
Geht es nach dem Analysten Ming-Chi Kuo, so wird im neuen MacBook Pro wieder das selbe Kühldesign verwendet wie bereits zuvor im MacBook Pro 16-Zoll. Somit ist der lautlose Betrieb – wie beim aktuellen MacBook Air – nicht möglich. Dieser wird nämlich ganz ohne Kühlsystem ausgeliefert. Für das neue MacBook Pro ist der Lüfter jedoch von Vorteil. Denn die Prozessorleistung des Geräts soll dadurch noch einmal deutlich verbessert werden. Welchen Effekt das auf den überdurchschnittlich leistungsstarken Prozessor in der Praxis hat, wird sich zeigen.
Laut einem Apple-Patent soll es zudem noch ein neues Titangehäuse für das zukünftige MacBook Pro geben. Außerdem plant Apple das Display mit Mini-LEDs auszustatten. Dieser Plan wurde zunächst jedoch durch Produktionsschwierigkeiten beim Zulieferer verzögert. Im Mai 2021 wurde dann berichtet, dass der Zulieferer TSMT die technischen Probleme überwunden habe und nun bereit sei noch dieses Jahr Mini-LED-Panels für das neue MacBook Pro zu liefern.
Weiterhin wird aber auch über ein Touch-Display diskutiert. Hintergrund hierbei ist, dass Apple sein Productlineup (Mac, iPad, iPhone) weiter vereinheitlichen möchte. Seit dem neuen MacOS BigSur ist es daher mit den M1-Prozessoren möglich iPad und iPhone Apps auf dem Mac laufen zu lassen. Ein Touch-Display wäre dafür sicherlich hilfreich. Das Apple diesen Schritt wirklich wagt ist meiner Meinung nach allerdings sehr unwahrscheinlich.
Prozessor

Der M1-Prozessor ist für viele der Hauptgrund sich derzeit ein neues MacBook zu kaufen. Im November letzen Jahres verpasste Apple dem 13-Zoll MacBook Pro bereits den M1-Chip. Somit war dieser neben dem Mac Mini, einer der ersten Macs mit dem neuen Prozessor. Bei den anderen MacBook Pro Modellen änderte sich allerdings seit längerem nichts mehr. Nach wie vor liefert Apple drei von vier MacBook Pro Modelle mit dem alten Intel Prozessor aus. Im Mai 2020 erhielten diese das letzte Update mit neuem Intel-Prozessor der 10. Gen. und mehr RAM.
Es bleibt also keine andere Möglichkeit als nun auch die weiteren drei MacBook Pros mit dem neuen Prozessor auszustatten. Berichtet wird zudem über eine verbesserte Version des bisherigen M1 Prozessors (M1X), welcher zum Einsatz kommen könnte. Mark Gurman von Bloomberg berichtet, dass die überarbeiteten MacBook Pros über ein SoC verfügen werden, und mit einer 10-Kern-CPU, 16 oder 32 Grafikkern-Optionen, sowie maximal 64 GB RAM ausgeliefert werden könnten.
RAM
Wer bisher seinen Mac auf der Apple Homepage konfiguriert hat musste sich keine großen Gedanken um den Arbeitsreicher machen. Denn im schlimmsten Fall konnte ja eh nochmal aufgestockt werden. Diese Zeiten sind vorbei, denn wer nun einen der neuen Macs mit M1-Prozessor kauft, hat im Nachhinein keine Möglichkeit mehr den RAM zu erweitern. Einmal 16GB heißt also für immer 16GB, oder 2.000€ für ein neues Gerät. Die Tendenz dazu sich also beim Kauf für “alle Fälle” für mehr RAM zu entscheiden wird also gestiegen sein. Ein gutes Geschäft für Apple, jedoch nicht der Hauptgrund für diese Limitierung. Die eigentliche Ursache hängt nämlich mit dem M1-Prozessor zusammen. Dieser vereint Komponenten wie Arbeitsspeicher oder Grafikeinheit direkt auf einem Chip, sodass ein Hardware Upgrade nicht mehr ohne weiteres möglich sind.
Direkt zu haufenweise Arbeitsspeicher von 32GB oder 64GB zu greifen ist jedoch auch nicht die Lösung. Das aktuelle (kleine) MacBook Pro M1 bietet sogar nur 8GB RAM. Laut Apple sei es durch die neue Bauweise des Chips (UMA) nicht mehr nötig so viel Arbeitsspeicher zu verbauen, weil auf den vorhandenen Speicher um einiges schneller als bisher zugegriffen werden kann. Bedeutet also: Besser 8GB schnellen Arbeitsspeicher, als 16GB langsamen Speicher. Für das neue MacBook Pro bedeutet das also, dass es vermutlich “nur” mit 8GB RAM ausgeliefert wird.
Batterie
Beim neuen MacBook Pro M1 erwartet man natürlich auch eine ausreichende Akkulaufzeit. Bei dem bisherigen 16-Zoll MacBook Pro gibt Apple diese mit 11 Stunden Nutzungsdauer an. Verbaut ist eine 100W Batterie. Das 2020er MacBook Pro kam bereits durch den neuen Chip auf bis zu 20 Stunden Akkulaufzeit. Demnach sind die Aussichten für eine deutlich längere Akkulaufzeit auch beim neuen Modell sehr gut.
Ports
Als Apple bei seinen MacBooks alle Anschlüsse mit USB-C-Ports ersetze war die Aufregung groß. Das Zeitalter der Adapter begann. Wer die Laptops von Apple verwenden wollte musste damit leben oder sich dran gewöhnen. Jetzt, wo die meisten schon Adapter und Dockingstations Zuhause rumliegen haben, gibt es erste Gerüchte, dass einige der vermissten Ports wiederkommen sollen. Ein Bloomberg-Bericht enthielt einen Hinweis darauf, dass bei den neuen MacBook Pro Modellen der SD-Karten-Slot sowie der HDMI-Anschluss zurückkehren sollen. Auch das beliebte MacSafe – was in abgewandelter Form beim iPhone 12 zum Einsatz kommt – soll wieder Einzug bei den MacBooks finden. MacSafe verhindert, dass der Mac auf den Boden fällt, wenn man über das Ladekabel stolpert.
Gesichtserkennung

Der Code von der aktuellen Big Sur Beta enthält einen Hinweis darauf, dass erstmals auch bei einem MacBook eine True Depth Kamera zum Einsatz kommen könnte. Durch die True Depth Kamera im iPhone 11 ist Gesichtserkennung mit Face-ID möglich. Das bedeutet also, dass vielleicht auch bald MacBooks mit Face-ID entsperrt werden können.
Release zur WWDC?
In den letzten zwei Jahren stellte Apple die neuen MacBooks immer während der WWDC vor. Die Prognose für das neue 14-Zoll MacBook Pro war vom Analyst Ming-Chi Kuo bereits für Ende 2020 angelegt. Seine Vorhersage passte er aber später wieder an. Durch die bereits erwähnte Verzögerung bei der Lieferung der Mini-LED Displays wird der Release für 2021 erwartet. Im Mai wies ein Bloomberg Post drauf hin, dass die neuen Macs noch diesen Sommer vorgestellt werden sollen. Auf der diesjährigen WWDC ein neues MacBook zu sehen sollte uns aber trotzdem überraschen. Berichte aus der asiatischen Zeitung Nikkei weisen wieder auf globale Engpässe bei den Komponenten hin, von denen auch Apples Zulieferer betroffen sein sollen. Eine weitere Meldung in Nikkei sah den Release der neuen MacBooks im Herbst 2021, das war im März 2021. Der bisher gut informierte Analyst Ming Chi Kuo machte eine ähnliche Prognose, und hält einen Release vor dem dritten Quartal 2021 für unwahrscheinlich.
Quellen: https://www.macwelt.de/news/Neues-Macbook-Pro-2021-Release-Design-Specs-11029503.html, https://www.macworld.co.uk/news/14-inch-macbook-pro-3787300/